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Sport 2000 Putz


2026-04-01
TT vom 01.04.2026: Niemand bezweifelt, dass der Energiebedarf steigen wird. Ebenso wenig wird bestritten, dass fossile Energieträger ausgedient haben. Gleichzeitig ist bekannt, dass Energieproduktion ein Milliardengeschäft ist – besonders durch öffentliche Förderungen. Wenn die kriegsbedingte Teuerung nun als Begründung für einen raschen Ausbau dient, sollten wirtschaftliche Interessen hinterfragt werden. Bund und Land als Eigentümer von Verbund bzw. Tiwag zählen zu den Profiteuren, während die Gewinne bei den Verbraucherinnen und Verbrauchern kaum ankommen. Die Übergewinne der Energieproduzenten am Beginn des Ukraine-Kriegs zeigen das deutlich. Dass die Tiwag erst nach Druck durch die Arbeiterkammer einen Teil rückerstattete, spricht für sich.

Auch der Umweltgedanke steht nicht unbedingt im Vordergrund. Zustimmung wird durch finanzielle Anreize erkauft, während Natur und Bevölkerung die Folgen tragen. Der Verlust intakter Lebensräume ist irreversibel und mindert die Lebensqualität künftiger Generationen. Der Ausbau erfolgt schon, etwa im Längental (Kühtai) und in Haiming. Gleichzeitig sollen Naturschutzbestimmungen gelockert und Mitspracherechte von NGOs und Bürgerinitiativen eingeschränkt werden – ein bedenklicher Weg.

Der Ausbau erneuerbarer Energie ist notwendig, muss aber sensible Naturräume schützen. Maßstab darf nicht primär das Gewinnstreben sein. Die Erträge müssen allen zugutekommen – nicht nur Grundbesitzern und Standortgemeinden.

Dr. Gerd Estermann
BI Feldring, 6423 Mötz

#estermann



Aktuelles aus Schönberg (nomen est omen)
Aus wirtschaftlichen Gründen! hat die Gemeinde Schönberg das Windkraftprojekt am Gleinserberg abgeblasen.




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2025-03-02

Albert Wirth war ein begeisterter Jäger und Naturliebhaber und wollte eigentlich Naturforscher werden. Bei einer Reise in die USA lernte er die Naturschutzidee im Yosemite- und Yellowstone-Nationalpark kennen. Davon begeistert, kam er als überzeugter Naturschützer zurück und setzte sich für die Erhaltung der Naturlandschaft in der Heimat ein. Schon zu Beginn des Ersten Weltkrieges gab es Erschließungspläne im Glocknergebiet und angedrohte Betretungsverbote. Alldem machte Wirth durch seine großzügige Schenkung an den Alpenverein ein Ende.
Hubert Sauper

Am 20. Juni 1918 kommt der Verkauf von 4.092 ha Grundbesitz am Großglockner an den Alpenverein zustande, in die Wege geleitet von Albert Wirth, der auch die Kosten übernahm. Sein Geschenk an den Alpenverein verband er mit dem ausdrücklichen Wunsch, das Gebiet "als Naturschutzpark der Zukunft zu erhalten". Der Alpenverein wird damit erstmals Großgrundbesitzer, der den eigenen Ansprüchen auf Wegefreiheit und Begehbarkeit einerseits, den Schutzbedürfnissen andererseits genügen muss.

2004 beschließt die Hauptversammlung des Alpenvereins ein Veräußerungsverbot und den Grundsatz, seinen Besitz in den Hohen Tauern ausschließlich dem Naturschutz zu widmen.


Anmerkung

Keine Windräder auf den Bergen!

2025 Der Österreichische Alpenverein mit seinen 726.000 Mitgliedern ist eine gesellschaftliche Kraft im Land. Im historischen Kontext muss der Hauptverein und das Präsidium dieser Verantwortung gerecht werden und ist gut beraten dem Naturschutz endlich wieder klar und unmißverständlich oberste Priorität zu verleihen. Der Alpenverein als "Anwalt der Alpen" hat nie Natur gedealt und ist dem Schutz der Schönheit und Ursprünglichkeit der Bergwelt seit jeher und auch in Zukunft verpflichtet. So haben es die Ahnen in die Satzung geschrieben!

In anderen Worten: Umweltschutz mit Naturschutz zu verwechseln und damit politische und ökonomische Deals zu rechtfertigen, schadet dem Ansehen des Alpenvereins in seiner Gesamtheit, denn die "Schönheit der Bergwelt" ist ein unbezahlbares Gut. Sie zu erhalten ist die Pflicht der Vereinsleitung.

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2025-03-01
Kaum ein Thema wird zurzeit kontroverser diskutiert als die so genannten alternativen Energiequellen: Wasserkraft, Windkraft und Photovoltaik. Die einen sehen in ihnen die wichtigste Waffe gegen die Erderwärmung, die anderen kritisieren die Naturzerstörung, die mit ihrem Einsatz einhergeht.

Die Begriffe Naturschutz und Umweltschutz werden oft als Synonym verwendet. Tatsächlich handelt es sich um zwei verschiedene Aspekte, die in ihren Zielsetzungen oft sogar konträr zueinander sind. Wird ein Gebirgsbach aufgestaut, in ein Rohr gezwängt und in einer Turbine zur Stromerzeugung genutzt, so ist das Umweltschutz, da die Energieerzeugung aus Wasserkraft weniger CO2 produziert und der Klimawandel verlangsamt wird. Wenn wir demselben Fluss die Möglichkeit geben, frei seinem natürlichen Lauf zu folgen, so dient das dem Naturschutz und somit auch der Artenvielfalt.


Umweltschutz bedingt ein Eingreifen des Menschen, meist um die selbst verursachten Schäden zu reparieren. Unser Energiehunger führt zu Veränderungen in Naturräumen, die oft gravierend sein können. Gebirgstäler werden durch Stauseen geflutet und Moore zerstört. Der Transport von Windrädern erfordert besonders im alpinen Raum breite Zufahrtswege, die Beeinträchtigung des Landschaftsbildes durch die mehr als 200 Meter hohen Anlagen ist unübersehbar und kann auch die touristische Nutzung einer Region gefährden. Betrachtet man das Problem global, dann ist auch die Beschaffung der Rohstoffe aus Entwicklungsländern mit niedrigen Umwelt- und Sozialstandards, wie etwa der DR Kongo, wo Zwangs- und Kinderarbeit an der Tagesordnung stehen, ein ungelöstes Problem. Dass durch die geopolitischen Interessen der Großmächte kriegerische Konflikte ausgelöst und angeheizt werden, erleben wir aktuell in der Ukraine.

Es braucht ein Umdenken, das der Natur mehr Rechte einräumt und Eingriffe auf ein Mindestmaß reduziert. Unser Handeln muss bestimmt sein von Rücksichtnahme auf die Bedürfnisse der gesamten Umwelt, zukünftige Generationen mit eingeschlossen. Umweltschutz durch Naturzerstörung ist jedenfalls der falsche Weg.

Estermann Gerd
Naturschutzaktivist und Buchautor


Daher: Klares NEIN zu Windrädern auf den Bergen Österreichs






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