



TT vom 01.04.2026: Niemand bezweifelt, dass der Energiebedarf steigen wird. Ebenso wenig wird bestritten, dass fossile Energieträger ausgedient haben. Gleichzeitig ist bekannt, dass Energieproduktion ein Milliardengeschäft ist – besonders durch öffentliche Förderungen. Wenn die kriegsbedingte Teuerung nun als Begründung für einen raschen Ausbau dient, sollten wirtschaftliche Interessen hinterfragt werden. Bund und Land als Eigentümer von Verbund bzw. Tiwag zählen zu den Profiteuren, während die Gewinne bei den Verbraucherinnen und Verbrauchern kaum ankommen. Die Übergewinne der Energieproduzenten am Beginn des Ukraine-Kriegs zeigen das deutlich. Dass die Tiwag erst nach Druck durch die Arbeiterkammer einen Teil rückerstattete, spricht für sich.
Aus wirtschaftlichen Gründen! hat die Gemeinde Schönberg das Windkraftprojekt am Gleinserberg abgeblasen.


Am 20. Juni 1918 kommt der Verkauf von 4.092 ha Grundbesitz am Großglockner an den Alpenverein zustande, in die Wege geleitet von Albert Wirth, der auch die Kosten übernahm. Sein Geschenk an den Alpenverein verband er mit dem ausdrücklichen Wunsch, das Gebiet "als Naturschutzpark der Zukunft zu erhalten". Der Alpenverein wird damit erstmals Großgrundbesitzer, der den eigenen Ansprüchen auf Wegefreiheit und Begehbarkeit einerseits, den Schutzbedürfnissen andererseits genügen muss.
2004 beschließt die Hauptversammlung des Alpenvereins ein Veräußerungsverbot und den Grundsatz, seinen Besitz in den Hohen Tauern ausschließlich dem Naturschutz zu widmen.
Anmerkung


Kaum ein Thema wird zurzeit kontroverser diskutiert als die so genannten alternativen Energiequellen: Wasserkraft, Windkraft und Photovoltaik. Die einen sehen in ihnen die wichtigste Waffe gegen die Erderwärmung, die anderen kritisieren die Naturzerstörung, die mit ihrem Einsatz einhergeht.

